Strahlmittel aus dem Strahlgerät entleeren und wiederverwenden
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Inhaltsverzeichnis
- Wie entleert man ein Strahlgerät?
- Tipps zum Wiederverwenden von Strahlmittel
Das Entleeren des Strahlmittels gehört beim Aeroradier-Strahlen zu den einfachen, aber wichtigen Arbeitsschritten. Nach jeder Strahlsession sollte das Gerät vollständig geleert werden, besonders wenn das Abrasiv längere Zeit im Behälter bleibt oder während eines Projekts gewechselt werden soll.
Bleibt Strahlmittel im Gerät zurück, zieht es Feuchtigkeit aus der Umgebungsluft. Das Abrasiv verklumpt im Behälter, der Materialfluss wird unruhig und beim nächsten Einsatz arbeitet das Gerät nicht mehr sauber. In Garagen, Werkstätten oder unbeheizten Räumen passiert das schneller als erwartet.
Hier zeigen wir Schritt für Schritt, wie sich ein Strahlgerät entleeren lässt und wie man Strahlmittel sinnvoll wiederverwenden kann.

Wie entleert man ein mobiles Strahlgerät?
Nach dem Einsatz sollte der Behälter vollständig geleert werden. Feuchtes Abrasiv verursacht Verstopfungen, verändert das Strahlbild und blockiert später den Materialfluss. Beim nächsten Einsatz arbeitet das Gerät dann ungleichmäßig oder die Düse beginnt zu „spucken“.
Das Entleeren dauert normalerweise nur wenige Minuten und erspart später unnötige Probleme bei Wartung und Reinigung.
Was wird zum Entleeren benötigt?
Für das Entleeren des Strahlgeräts reicht normalerweise folgendes Zubehör:
- Ein verstellbarer Schraubenschlüssel,
- Ein Behälter zum Auffangen des Strahlmittels, beispielsweise eine Wanne oder ein Eimer,
- Optional ein Tisch oder eine Werkbank, um das Arbeiten angenehmer zu machen.
Schritt für Schritt: Strahlgerät entleeren
Vor dem Entleeren muss das Gerät vollständig drucklos sein. Trennen Sie das Strahlgerät vom Kompressor und gehen Sie anschließend Schritt für Schritt vor:
- Den Luftschlauch am Mischblock unter dem Strahlgerät lösen.
- Die Kontermutter unter dem Behälter mit einem Schlüssel lösen.
- Den Auffangbehälter unter das Gerät stellen.
- Die Einheit aus Ventil, Mischblock und Strahlschlauch vorsichtig entfernen.
- Das Strahlmittel vollständig aus dem Behälter laufen lassen.
- Den Mischblock und den Strahlschlauch reinigen und prüfen, ob sich noch Abrasiv darin befindet.
- Anschließend alles wieder montieren und den Luftschlauch anschließen.
Nach einigen Projekten läuft dieser Ablauf automatisch und spart später Zeit bei Wartung und Reinigung.
Gut zu wissen: Das Strahlgerät sollte niemals komplett umgedreht werden, um das Abrasiv zu entleeren. Dabei gelangen Strahlmittelreste in die Luftleitungen und verursachen später Verstopfungen.
Tipps zum Entleeren und Wiederverwenden von Strahlmittel
Wer das Strahlmittel richtig plant, reduziert unnötige Reinigungsarbeit am Ende. Ein komplett gefüllter Behälter ist bei kleineren Arbeiten selten notwendig, denn Niederdruck-Strahlgeräte verbrauchen deutlich weniger Abrasiv als klassische Hochdruck-Sandstrahlgeräte.
Zu viel eingefülltes Strahlmittel bleibt nach der Arbeit im Behälter zurück, zieht dort Feuchtigkeit und verändert später das Strahlverhalten.
Wie viel Strahlmittel wird wirklich benötigt?
Für etwa 1 m² Fläche reichen häufig bereits 4 bis 5 kg Strahlmittel aus. Deshalb lohnt es sich, nur die tatsächlich benötigte Menge einzufüllen und bei Bedarf nachzufüllen. Der Behälter muss am Ende nicht unnötig geleert werden.
Bei kleineren Restaurierungsarbeiten an Felgen, Möbeln oder Metallteilen reicht meist deutlich weniger Abrasiv als anfangs vermutet.
Wie lässt sich Strahlmittel wiederverwenden?
Viele Strahlmittel lassen sich mehrfach verwenden – sowohl beim Strahlen von Holz als auch von Metall. Bei größeren Restaurierungsprojekten reduziert das den Materialverbrauch spürbar.
Mit jeder Nutzung verändert sich das Abrasiv: Die Körnung wird feiner, Rückstände sammeln sich und feuchte Partikel beeinflussen später den Materialfluss. Sauberes Sieben gehört deshalb zu den wichtigsten Arbeitsschritten beim Wiederverwenden von Strahlmittel.
So gehen Sie vor:
- Ein passendes Sieb für die verwendete Körnung bereithalten.
- Im Arbeitsbereich Planen oder Schutzfolien auslegen, damit das Strahlmittel sauber aufgefangen werden kann.
- Das verwendete Abrasiv mit Schaufel und Handfeger aufnehmen.
- Das Strahlmittel durch das Sieb filtern, um Lackreste, Rost oder Schmutzpartikel zu entfernen.
- Das gereinigte Abrasiv erneut in das Strahlgerät einfüllen.
Holzsplitter, Rostreste oder feuchtes Abrasiv reichen bereits aus, um das Strahlbild unruhig werden zu lassen. Offen gelagertes Abrasiv zieht Feuchtigkeit und verändert später den Materialfluss im Gerät.
Trockenes und sauberes Strahlmittel sorgt direkt für ein ruhigeres Strahlbild, weniger Verstopfungen und gleichmäßigeres Arbeiten.
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