Autofelgen richtig aufbereiten und neu lackieren

Felgen sehen im Alltag einiges: Bremsstaub, Streusalz, kleine Steinschläge oder Bordsteinkontakte hinterlassen mit der Zeit ihre Spuren. Gerade lackierte oder versiegelte Alufelgen verlieren dadurch oft schnell ihre saubere Optik.

Wie lassen sich Autofelgen also richtig aufbereiten? Welche Reparaturmöglichkeiten gibt es und wann lohnt sich Aeroradier-Strahlen beziehungsweise Niederdruckstrahlen? Hier finden Sie die wichtigsten Schritte im Überblick.

Autofelge vorherAutofelge nach dem Entlacken

Die einzelnen Schritte bei der Aufbereitung von Alu- oder Stahlfelgen

Reinigung, Entlacken, Schleifen, Grundieren und Lackieren gehören zu den typischen Arbeitsschritten bei der Felgenaufbereitung.

Am einfachsten arbeitet es sich, wenn Reifen und Felgen vorher getrennt werden. Gerade an den Innenkanten oder zwischen engen Speichen kommt man sonst oft nur schwer sauber hin.

Felgen gründlich reinigen

Vor jeder Reparatur oder Lackierung sollten die Felgen gründlich gereinigt werden.

Ideal ist ein Hochdruckreiniger mit geeignetem Felgenreiniger. Alternativ reicht oft auch Wasser mit einem fettlösenden Reinigungsmittel.

Bremsstaub brennt sich mit der Zeit häufig regelrecht in die Oberfläche ein. Gerade ältere Felgen brauchen deshalb manchmal mehrere Durchgänge.

Nach dem Reinigen die Oberfläche gründlich trocknen.

Felgen entlacken und anschleifen

Um alte Lackschichten, Oxidation oder Rost zu entfernen, gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten:

  • Schleifen mit Schleifpapier: entweder von Hand oder mit einer Schleifmaschine. Für tiefere Kratzer beginnt man meist mit gröberer Körnung und arbeitet sich anschließend schrittweise feiner vor.
  • Aeroradier-Strahlen mit einem mobilen Strahlgerät: Damit lassen sich alte Beschichtungen, Oxidation und Verschmutzungen oft deutlich schneller entfernen – auch an schwer zugänglichen Stellen.

Meistens merkt man erst beim Schleifen, wie zeitaufwendig Felgen mit vielen Speichen oder engen Konturen werden können.

Vor allem an Bordsteinschäden sitzt Oxidation oft tiefer als erwartet.

Grundierung, Lack und Klarlack

Sobald die Felge sauber vorbereitet ist, folgen die Finish-Arbeiten.

  1. Grundierung: Sie verbessert die Haftung und schützt die Oberfläche zusätzlich. Häufig werden zwei dünne Schichten verwendet.
  2. Lackierung: Der Lack wird meist in mehreren dünnen Schichten aufgetragen. Man beginnt zuerst an den schwer zugänglichen Bereichen und arbeiten sich anschließend nach außen vor.
  3. Klarlack: Zum Abschluss schützen zwei Schichten Klarlack die Oberfläche langfristig vor Feuchtigkeit, Bremsstaub und kleinen Steinschlägen.

Wer den originalen OEM-Look erhalten möchte, sollte sich beim Farbton möglichst genau an der ursprünglichen Oberfläche orientieren.

Felgen einfacher aufbereiten: Aeroradier-Strahlen

Aeroradier-Strahlen eignet sich besonders gut zur Aufbereitung von Felgen.

Viele kennen die Technik als schonendes Niederdruckstrahlen. Alte Lackschichten, Oxidation und Verschmutzungen lassen sich dabei vergleichsweise gleichmäßig entfernen.

Gerade bei Aluminiumfelgen merkt man schnell, dass die Oberfläche deutlich kontrollierter bearbeitet wird als beim aggressiven Hochdruckstrahlen.

Das Ergebnis wirkt häufig gleichmäßiger und sauberer als nach reinem Handschliff.

Die Vorteile beim Strahlen von Felgen

Für die Aufbereitung von Felgen bringt diese Methode einige praktische Vorteile mit:

  • Kratzer, Oxidation und alte Beschichtungen lassen sich oft in einem Arbeitsgang entfernen.
  • Die Oberfläche von Aluminiumfelgen wird vergleichsweise schonend behandelt.
  • Das Arbeiten geht meist deutlich schneller als reines Handschleifen.
  • Auch Speichen, Vertiefungen und schwer zugängliche Bereiche lassen sich sauber bearbeiten.
  • Es werden keine aggressiven chemischen Abbeizer benötigt.

Das passende Strahlmittel wählen

  • Garnet: eignet sich gut für stärkere Oxidation, Rost oder widerstandsfähige Beschichtungen.
  • Glasperlen: werden häufig verwendet, um Aluminiumfelgen ein gleichmäßiges mattes oder satiniertes Finish zu geben.
  • Nussschalen: arbeiten deutlich weicher und werden oft genutzt, wenn die Oberfläche möglichst wenig angegriffen werden soll.

In der Praxis lohnt es sich fast immer, zuerst mit wenig Druck und einem feineren Strahlmittel zu testen.

Gerade empfindliche oder bereits einmal bearbeitete Felgen reagieren teilweise stärker als erwartet. Man merkt allerdings relativ schnell, welche Einstellung am besten funktioniert.

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