Eine Marmorplatte gravieren lassen oder selbst gravieren

Eine Marmorplatte lässt sich für viele Dinge gravieren: Hausnamen, Firmenlogos, Dekorationen oder Gedenktafeln. Je nach gewünschtem Ergebnis kommen dafür unterschiedliche Gravurtechniken infrage.

Viele lassen eine Marmorgravur professionell anfertigen. Mit dem richtigen Setup kann man Marmor aber auch selbst gravieren – zum Beispiel mit einem Aeroradier-Strahlgerät beziehungsweise einer Niederdruck-Strahlanlage.

Gerade bei Hausschildern oder Gedenkplatten wirken gestrahlte Gravuren oft deutlich tiefer und lebendiger als einfache Aufdrucke.

Marmorplatte gravieren

Die passende Methode zum Gravieren von Marmor wählen

Marmor ist nicht gleich Marmor. Weißer Carrara-Marmor, schwarzer Marmor oder dunkle Natursteine reagieren unterschiedlich auf die Bearbeitung. Auch die gewünschte Optik spielt eine Rolle.

Je nach Stein kann das Ergebnis später etwas anders ausfallen. Manche Marmorsorten reagieren empfindlicher auf Druck oder Körnung als andere.

Steinmetze und Gravurbetriebe arbeiten deshalb mit verschiedenen Verfahren.

Welche Gravurtechniken gibt es?

Für Marmorgravuren werden hauptsächlich fünf Methoden verwendet:

  • Handgravur: eine traditionelle Technik, die schon in der Antike verwendet wurde. Dabei wird der Stein von Hand mit speziellen Werkzeugen bearbeitet.
  • Mechanische Gravur: erfolgt meist mit diamantbestückten Werkzeugen und eignet sich gut für Schriftzüge oder einfache Motive.
  • Lasergravur: kommt häufig bei Grabplatten oder sehr feinen Logos zum Einsatz.
  • Säuregravur: arbeitet mit chemischen Verfahren und ermöglicht sehr detaillierte Muster.
  • Strahlgravur mit Abrasiv: hierbei wird Strahlmittel unter Druck auf die Oberfläche projiziert. Dieses Verfahren funktioniert oft gut für Schriftzüge, Muster oder Bilder auf Stein und Marmor.

Gerade beim Strahlen lassen sich auch größere Flächen oder tiefere Gravuren vergleichsweise gleichmäßig umsetzen.

In der Praxis arbeiten viele dabei zuerst auf einem kleinen Reststück, bevor direkt die eigentliche Platte bearbeitet wird.

Die Oberfläche nach der Gravur hervorheben

Viele Gravuren werden anschließend farblich hervorgehoben. Häufig verwendet werden Schwarz, Weiß, Gold oder dunkle Brauntöne.

Besonders auf dunklem Marmor sorgt eine nachträgliche Lackierung oder Vergoldung oft für deutlich mehr Kontrast.

Marmor selbst mit einem Strahlgerät gravieren

Wer bereits ein mobiles Strahlgerät besitzt oder häufiger restauriert, kann Marmor auch selbst gravieren.

Viele kennen diese Technik als schonendes Niederdruckstrahlen. Bei AEROCAP verwenden wir dafür auch den Begriff Aeroradier-Verfahren.

Für Gravuren auf Marmor wird meist ein härteres Strahlmittel wie Garnet verwendet. Mittlere Körnungen funktionieren oft gut, um Schriftzüge oder Motive sauber herauszuarbeiten.

Wie tief die Gravur später wird, hängt vor allem vom Druck, der Körnung und der Dauer des Strahlens ab.

So lässt sich eine Marmorplatte selbst gravieren

Die Vorgehensweise ist grundsätzlich einfach:

  1. Ein stabiles Schablonenmaterial mit dem gewünschten Motiv oder Schriftzug vorbereiten.
  2. Die Schablone sauber auf dem Marmor befestigen. Gerade kleine Kanten oder lose Stellen fallen beim Strahlen später schnell auf.
  3. Das Strahlgerät an den Kompressor anschließen und den Arbeitsdruck einstellen.
  4. Mit gleichmäßigen Bewegungen strahlen und den Strahl leicht schräg führen.

Gerade bei feineren Schriften lohnt es sich, zuerst mit wenig Druck zu beginnen und sich langsam heranzutasten.

Viele unterschätzen am Anfang, wie stark kleine Bewegungen oder ein zu langer Abstand das Ergebnis verändern können.

Gut zu wissen: Kleinere Marmorteile lassen sich oft sehr komfortabel in einer Strahlkabine gravieren.

Praktische Hinweise und Sicherheit

Beim Gravieren von Stein entsteht feiner Staub. Deshalb sollte möglichst im Außenbereich oder mit guter Absaugung gearbeitet werden.

Schutzbrille, Handschuhe und Atemschutz gehören dabei immer dazu.

Wer die Gravur später reinigen möchte, kann dafür erneut ein Strahlgerät verwenden – allerdings mit einem deutlich weicheren Strahlmittel wie Natron.

So lassen sich Verschmutzungen entfernen, ohne die Gravur unnötig anzugreifen.

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