Terrasse richtig reinigen - welche Methode funktioniert wirklich?

Es gibt kaum etwas Schöneres als eine Terrasse rund ums Haus. Damit sie lange gepflegt bleibt, sollte man sie mindestens einmal im Jahr reinigen. Nach dem Winter zeigen sich oft schwarze Flecken, Moos zwischen den Fugen, glatte Stellen oder vergrautes Holz. Doch welche Methode eignet sich für Stein, Beton oder Holz? Und wie bekommt man die Terrasse sauber, ohne den Belag unnötig zu beschädigen?

Terrasse mit chemischen Produkten reinigen

Für die Reinigung von Terrassen gibt es professionelle Reinigungs- und Fungizidprodukte. Ihre Wirkung ist oft gut. Trotzdem haben sie zwei Nachteile: Bei größeren Flächen wird der Preis schnell spürbar, und viele Produkte belasten die Umwelt. Auch Pflanzen rund um die Terrasse können darunter leiden.

Gut zu wissen: Chlorreiniger sollte man auf Terrassen möglichst vermeiden. Sie können ähnlich aggressiv wirken wie manche chemischen Reiniger und bestimmte Beläge oder Fugen dauerhaft beschädigen.

Hausmittel zur Terrassenreinigung

Verschiedene natürliche Hausmittel können helfen, eine Terrasse auch ohne Hochdruckreiniger zu säubern. Der Vorteil: Sie sind günstiger und umweltfreundlicher. Außerdem lassen sie sich auf vielen Terrassenarten einsetzen, etwa auf Stein, Beton, exotischem Holz oder WPC. Ganz ohne Arbeit geht es aber selten. Wer mit Hausmitteln reinigt, braucht meist Zeit und etwas Muskelkraft zum Bürsten und Schrubben.

Natron und Soda

Bei stark verschmutzten oder rutschigen Terrassen kann eine Mischung aus heißem Wasser und Soda helfen. Als Orientierung gilt etwa ein Glas Soda auf einen Liter Wasser. Die Mischung wird mit einem Schrubber aufgetragen, rund 30 Minuten einwirken gelassen und anschließend mit klarem Wasser abgespült. Für eine mildere Reinigung kann man statt Soda auch Natron verwenden.

Weißer Essig

Weißer Essig kann bei vergrauten Holzterrassen, aber auch auf Stein- oder Betonflächen eingesetzt werden. Besonders bei Moos, Grünbelag oder schwarzen Flecken wird er häufig verwendet. Meist mischt man einen Liter Essig mit einem Liter warmem Wasser. Danach lässt man die Mischung einige Stunden einwirken und spült die Fläche gründlich ab.

Schwarze Seife - gute Idee, aber nicht auf Holz

Schwarze Seife ist ein milder Reiniger, der viele Materialien nicht aggressiv angreift. Außerdem kann sie die Bildung von Moos begrenzen. Sie eignet sich für viele Oberflächen, etwa Fliesen, Naturstein oder Travertin. Auf Holzterrassen sollte man sie dagegen eher vermeiden. Sie kann Holz dunkler machen oder Flecken verursachen, auch bei exotischen Hölzern. Zudem kann sie später das Eindringen von Holzöl oder Schutzsättigern erschweren.

Terrasse reinigen ohne langes Schrubben: Hochdruck oder Niederdruckstrahlen

Wer seine Terrasse ohne Chemie und ohne lange Stunden mit der Bürste reinigen möchte, greift oft zu mechanischen Methoden. Am bekanntesten ist der Hochdruckreiniger. Eine schonendere Alternative kann das Niederdruckstrahlen sein, bei dem ein feines Strahlmittel mit niedrigem Druck auf die Oberfläche projiziert wird.

Hochdruckreinigung - nicht immer materialschonend

Ein Hochdruckreiniger entfernt Schmutz schnell und effektiv. Allerdings kann er den Terrassenbelag beschädigen. Das Wasser trifft mit hohem Druck auf die Fläche, oft mit 100 bis 200 bar. Bei Holz können dadurch die Fasern aufreißen. Stein- oder Betonflächen können rauer und poröser werden. Die Folge: Die Terrasse nimmt Feuchtigkeit leichter auf, verschmutzt schneller wieder und wird anfälliger für Moos. Hochdruckreinigung sollte man deshalb eher robusten Oberflächen vorbehalten.

Niederdruckstrahlen für grüne oder schwarze Terrassen

Mit Niederdruckstrahlen lassen sich Terrassen gründlich und kontrolliert reinigen. Dafür verwendet man ein mobiles Strahlgerät, das ein Gemisch aus Luft und feinem Strahlmittel auf den Boden projiziert. Die Reinigung ist etwas progressiver als beim Hochdruckreiniger, schont dafür aber empfindlichere Oberflächen besser.

Niederdruckstrahlen kann vergrautes Holz aufhellen, schwarze Flecken entfernen, Moos lösen und Stein oder Beton gleichmäßiger reinigen, ohne den Belag unnötig anzugreifen. Die Methode eignet sich auch für empfindlichere Materialien wie Travertin, bestimmte Harzbeläge oder Verbundwerkstoffe. Bei sehr weichen oder alten Oberflächen sollte man trotzdem immer zuerst an einer unauffälligen Stelle testen.

Gut zu wissen: Kleine Aeroradier-Geräte sind bereits für Privatnutzer erhältlich. Für den Betrieb wird allerdings ein passender Luftkompressor benötigt. Für kleinere Terrassen kann ein kompakter Kompressor ausreichen. Bei größeren Flächen ist mehr Luftleistung sinnvoll.

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