Mit einem AERORADIER-Strahlgerät arbeiten: Praktischer Leitfaden
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Inhaltsverzeichnis
- Ein Strahlgerät richtig einstellen
- So läuft eine Niederdruckstrahl-Session ab
Beim Niederdruckstrahlen entscheidet der erste Aufbau über den späteren Arbeitsfluss. Kompressor, Schlauch, Düse, Strahlmittel und Oberfläche müssen zusammenpassen, sonst wird der Strahl unruhig oder das Material reagiert anders als geplant.
Strahltechnik wirkt auf den ersten Blick nach Industrie und schweren Baustellen. In der Werkstatt sieht das anders aus. Mit niedrigem Druck lassen sich Holz, Möbel, Metallteile und ältere Oberflächen kontrolliert bearbeiten, wenn die Einstellungen sauber gewählt sind.

Ein Strahlgerät richtig einstellen
Vor dem ersten Einsatz gehören drei Punkte auf die Werkbank: passendes Strahlmittel, passende Düse und geeignete Schutzausrüstung. Danach wird das Gerät eingestellt, nicht umgekehrt.
Das richtige Strahlmittel wählen - Menge und Körnung
Niederdruckstrahlen verbraucht weniger Strahlmittel als klassische Hochdruckverfahren. Für eine Holztür kann ein einzelner 25-kg-Sack bereits reichen, abhängig von Lackschicht, Holzstruktur, Druck und Düse.
Bei größeren Projekten lohnt sich eine Plane unter dem Arbeitsbereich. Hochwertiges Strahlmittel kann aufgefangen, gesiebt und erneut verwendet werden. Das macht sich bei Balken, Fensterläden, Metallteilen oder mehreren Möbelstücken direkt bei den laufenden Kosten bemerkbar.
Für das Niederdruckstrahlen stehen verschiedene Strahlmittel zur Verfügung (mehr dazu im ausführlichen Artikel).
Garnet 200 Mesh eignet sich für Holz, Metall oder Stein, wenn die Oberfläche kontrolliert gereinigt werden soll. Bei harten Lacken oder widerstandsfähigen Beschichtungen kann eine gröbere Körnung wie 120 Mesh sinnvoll sein.
Zu grobes Strahlmittel greift empfindliche Flächen stärker an. Zu viel Druck öffnet Holzfasern, rundet Kanten und lässt Möbeloberflächen unruhig wirken. Ein sauber abgestimmtes AERORADIER-System arbeitet deshalb nicht über Härte, sondern über die passende Kombination aus Strahlmittel, Düse und Luft.
Die passende Düse auswählen und montieren
Kleine mobile Geräte werden meist mit Keramikdüsen in mehreren Größen geliefert. Für erste Arbeiten an Möbeln, Fensterläden oder kleineren Metallteilen reicht das aus.
Keramikdüsen verschleißen jedoch schneller, besonders bei abrasiveren Strahlmitteln. Bei regelmäßiger Nutzung sind Wolframdüsen langlebiger (mehr zum Thema Düsenwahl).
Die Düse bestimmt nicht nur die Strahlbreite. Sie beeinflusst auch den Luftbedarf. Eine größere Düse trägt mehr Fläche ab, verlangt aber mehr Luftleistung vom Kompressor. Ist der Kompressor zu schwach, fällt der Druck ab und die Oberfläche wird ungleichmäßig bearbeitet.
Die Düse wird auf einen einfachen Düsenhalter oder auf einen Totmannhandgriff montiert. Beide Varianten werden am Strahlschlauch befestigt. Wichtig bleibt ein sauberer Sitz, damit der Materialfluss stabil bleibt.
Die passende Schutzausrüstung tragen
Vor dem ersten Strahlstoß gehört Schutz an den Körper. Beim Arbeiten lösen sich nicht nur Strahlmittelpartikel, sondern auch Farbe, Rost, Staub, Lackreste und Verschmutzungen von der Oberfläche.
Atemschutz, Schutzbrille oder Haube, Handschuhe und lange Kleidung gehören zur Grundausstattung. Je nach Kompressor kommt Gehörschutz dazu, denn die Lärmbelastung entsteht meist am Druckluftsystem. Mehr dazu finden Sie in unserem Artikel zum Thema Schutzausrüstung.
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MISE EN ROUTE de l'AEROCAP 1001 - L'INTENSIVE (ex BB-K-PRO) ! So läuft eine Niederdruckstrahl-Session ab
Die Geräte arbeiten nach demselben Grundprinzip. Der Kompressor erzeugt Druckluft, die das Strahlmittel durch den Schlauch zur Düse transportiert. Auf der Oberfläche lösen Druckluft und Strahlmittel alte Schichten, Rost oder Schmutz.
Der Unterschied liegt in der Einstellung. Holz verlangt andere Werte als Metall. Eine alte Lackschicht reagiert anders als Rost oder verwitterter Schmutz auf Stein.
Das Gerät starten
Beim ersten Einsatz sollte die Reihenfolge sauber eingehalten werden:
- Den Kompressor einschalten und Druck aufbauen lassen;
- Das Strahlgerät mit dem Kompressor verbinden;
- Die Luftzufuhr am Gerät öffnen;
- Das Strahlmittelventil langsam öffnen;
- Auf einer Testfläche mit dem Strahlen beginnen.
Das Strahlmittelventil sollte nicht zu weit geöffnet werden. Zu viel Material im Luftstrom führt zu höherem Verbrauch, unruhiger Dosierung und schnellerer Verstopfung.
Praktische Tipps für die Anwendung
Beim Arbeiten entscheidet die Führung der Düse über das Strahlbild. Abstand, Winkel und Bewegung verändern den Materialabtrag sofort.
- Der Düsenhalter sollte möglichst gerade in Verlängerung des Schlauchs gehalten werden. Starke Knicke belasten den Schlauch und stören den Materialfluss.
- Je näher die Düse an der Oberfläche liegt, desto intensiver arbeitet das Strahlmittel. Häufig liegt der Abstand bei etwa 20 bis 25 cm.
- Wenn das Luft-Strahlmittel-Gemisch sauber eingestellt ist, sind die einzelnen Körner kaum sichtbar.
- Für einen weicheren Reinigungseffekt wird die Düse leicht schräg gehalten.
- Die Düse sollte in Bewegung bleiben. Bleibt der Strahl zu lange auf einer Stelle, steigt der Abtrag und die Oberfläche wird ungleichmäßig.
Auf Holz reagiert die Oberfläche direkt auf Druck und Strahlmittelmenge. Weniger Druck hält Fasern ruhiger, schützt Kanten und ergibt ein saubereres Bild bei Möbeln, Fensterläden oder alten Balken.
Was tun, wenn das Gerät nicht richtig arbeitet?
Störungen entstehen meist im Strahlmittelkreislauf. Feuchtigkeit, zu grobe Körnung oder ein zu weit geöffnetes Ventil verändern den Materialfluss.
- Verwenden Sie feines, trockenes Strahlmittel.
- Öffnen Sie das Strahlmittelventil nur so weit wie nötig.
- Bei einer Verstopfung hilft häufig das schnelle Öffnen und Schließen der Entlüftung.
- Feuchte Druckluft verklumpt Strahlmittel. Ein Lufttrockner zwischen Kompressor und Gerät stabilisiert den Materialfluss.
Unser Kundenservice unterstützt bei Fragen zu Einstellungen, Kompressorwahl und passendem Strahlmittel.
Auf unserer Website finden Sie mobile Niederdruck-Systeme für Holz, Metall, Stein und Restaurierungsarbeiten.
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